Pfingsten – Gedanken

Qualitätsmerkmale:

✅️ Freiwilligkeit

Die Handlungsanregungen sind sprachlich eindeutig als freiwillig gekennzeichnet.

✅️ Haltung

Der Einsatz des Materials fördert eine Haltung der Wertschätzung und des Respekts gegenüber anderen Menschen und der Welt.

  Ermutigung

Es wird erkennbar eine angstfreie Begegnungs- und Lernsituation angestrebt.

✅️ Anregen zum Fragen

Durch den Einsatz des Materials und die beschriebenen Aktivitäten werden Gelegenheiten und Freiräume eröffnet, (religiöse) Fragen zu formulieren und individuelle sowie geteilte Antwortversuche zu erproben.

✅️ Stärkung

Der Einsatz des Materials fördert eine individuelle Stärkung der Kinder.

  Selbstbildung

Die im Material beschriebenen Aktivitäten und Prozesse fördern das aktive Lernen bzw. eine aktive (Selbst-)Bildung.

  Vielfaltsbewusstsein

Der Einsatz des Materials fördert den Umgang mit unterschiedlichen Wertesystemen, Weltanschauungen oder Familienreligionen.

✅️ Religiöse und kulturelle Orientierung

Der Einsatz des Materials fördert eine Orientierung in der christlichen (Symbole, Zeiten, Feste, Lebenssituationen) Prägung der Kultur.

  Regionaler Bezug

In den Ausführungen wird ein Bezug zum (regionalen) Orientierungsplan/Bildungsplan hergestellt.

✅️ OER

Das Material erfüllt OER-Standards.

Kurzbeschreibung

Der Beitrag soll motivieren, Aspekte von Pfingsten selbst zu entdecken und im Alltag mit Kindern auszuprobieren.

Anleitung

Zuerst solltest Du den biblischen Text von Pfingsten kennen. (Apostelgeschichte 2, 1-13) Dann schau Dir das Video an. Oder andersherum.

Elise findet, Pfingsten ist: „Sich verstehen können, ohne Worte zu benutzen“. Vielleicht hast Du auch andere Ideen, welche Erlebnisse Du mit Pfingsten verbinden könntest.

Die Idee ist, eine Mahlzeit ohne Worte einzunehmen. Voraussetzung ist, dass es eine gemeinsame Mahlzeit gibt, bei der die Kinder selbst wählen können, was und wieviel sie essen möchten. Die Kinder werden motiviert, sich nichts selbst zu nehmen. Dafür aber achten sie genau darauf, was ihre Nachbarn oder Gegenüber gerne hätten und reichen es sich zu. Es sind nur Gesten und Mimik nötig („erlaubt“).

Danach tauschen alle ihre Erfahrungen aus. Es ist auch möglich, danach ins Theologisieren zu Pfingsten zu kommen. Wie versteht man sich eigentlich gut? Warum versteht man manchmal den anderen nicht?…

Anmoderation

Kennst Du das: Da reden alle durcheinander und Du möchtest etwas fragen und kommst nicht zu Wort? Habt Ihr sowas schon mal erlebt? Und dann hast Du vielleicht richtig Not gespürt? Wie findet Ihr das eigentlich? Wollen wir mal etwas ausprobieren, bei dem jeder von uns genz bestimmt beachtet wird?

Was haltet Ihr davon, wenn wir heute zum Frühstück/Mittag/Vesper einmal ausprobieren, ganz wortlos zu essen und zu trinken? Aber nicht einfach schweigend, wir wollen uns das Essen gegenseitig reichen. Also die Mahlzeit läuft so ab, dass jedes Kind mit Gesten oder den Lippen zeigt, was es möchte und jede:r auch darauf achtet, was Nachbarn oder Gegenüber wünschen. Könnt Ihr Euch das vorstellen? Vielleicht machen wir uns beim ersten Mal aus, wer auf wen achtet? (je nach Sitzordnung ist das vielleicht sinnvoll)

Ggf. auf die Ideen oder Einschränkungen der Kinder eingehen. Vielleicht ist auch ein gemeinsames Wort erlaubt?

Vorgehensweise

Danach sollte ein Erfahrungsaustausch stattfinden. Es ist auch möglich, ins Theologisieren zu Pfingsten zu kommen. Wie versteht man sich eigentlich gut? Warum versteht man manchmal den anderen nicht? Was kann man tun, wenn man den anderen nicht versteht? Ist es manchmal peinlich, wenn man den andern nicht versteht/ sich nicht ausdrücken kann/ in Not ist/…?…

Religionspäd. Überlegungen

Pfingsten fühlte sich für mich immer etwas sperrig an. Die Umkehr der Sprachverwirrung aus dem Turmbau zu Babel, Geburtstag der Kirche, Flammen. Stellt man sich die Frage nach eigenen Erfahrungen, wird Pfingsten greifbarer. Da sind Menschen plötzlich und in ähnlicher Weise erfüllt von ihrer Mission, ihren Überzeugungen und Erfahrungen. Sie verstehen sich und stecken mit ihrer Freude andere Menschen an. Sie werden verstanden und verstehen sich untereinander. Bei der Frage, wo das im Leben vorkommen könnte, traf ich auf ein Erlebnis von großer fragloser Hilfsbereitschaft in Krisen. Auszuprobieren, wie Verständigung ohne Sprache funktionieren kann und wie es sich anfühlt zu helfen und Hilfe anzunehmen bilden hier den Schwerpunkt.

Es ist zu beachten, dass dies eine mögliche Deutung von Pfingsten ist.

Kinderfahrung

Kinder helfen gerne, benötigen Hilfe und können manchmal noch nicht gut sprechen oder sprechen unterschiedliche Sprachen. Hier können sie probieren und nachspüren, wie man auch anders als üblich gut, vielleicht sogar besser, miteinander auskommen kann.

Quellennachweise

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