Alles was ihr tut, geschehe in Liebe- die Jahreslosung über das Symbol Herz erschließen

Qualitätsmerkmale:

✅️ Freiwilligkeit

Die Handlungsanregungen sind sprachlich eindeutig als freiwillig gekennzeichnet.

✅️ Haltung

Der Einsatz des Materials fördert eine Haltung der Wertschätzung und des Respekts gegenüber anderen Menschen und der Welt.

✅️ Ermutigung

Es wird erkennbar eine angstfreie Begegnungs- und Lernsituation angestrebt.

✅️ Anregen zum Fragen

Durch den Einsatz des Materials und die beschriebenen Aktivitäten werden Gelegenheiten und Freiräume eröffnet, (religiöse) Fragen zu formulieren und individuelle sowie geteilte Antwortversuche zu erproben.

✅️ Stärkung

Der Einsatz des Materials fördert eine individuelle Stärkung der Kinder.

  Selbstbildung

Die im Material beschriebenen Aktivitäten und Prozesse fördern das aktive Lernen bzw. eine aktive (Selbst-)Bildung.

  Vielfaltsbewusstsein

Der Einsatz des Materials fördert den Umgang mit unterschiedlichen Wertesystemen, Weltanschauungen oder Familienreligionen.

  Religiöse und kulturelle Orientierung

Der Einsatz des Materials fördert eine Orientierung in der christlichen (Symbole, Zeiten, Feste, Lebenssituationen) Prägung der Kultur.

  Regionaler Bezug

In den Ausführungen wird ein Bezug zum (regionalen) Orientierungsplan/Bildungsplan hergestellt.

✅️ OER

Das Material erfüllt OER-Standards.

Kurzbeschreibung

Die Jahreslosung erschließt sich gut über das Symbol Herz, doch was ist dieses Symbol eigentlich? Was kann das Herz alles und weshalb eignet es sich so gut, über diesen sehr weitläufigen Satz zu sprechen? Mit Hilfe einer Storybag-Geschichte versuche ich, verschiedene Seiten des Symbols einfließen zu lassen.

Anleitung

Die Methode ist denkbar einfach, aber die Geschichte kann auch mit Legematerial umgesetzt werden.

Vorgehensweise: Ich habe mir zunächst die Aspekte zum Symbol Herz notiert und dann eine Geschichte dazu geschrieben. Die Geschichte findest du im Downloadbereich. Dann habe ich mich an das Zuschneiden und Nähen Des Storybags gemacht. Dabei habe ich mich von drei Dingen leiten lassen: 1. weniger ist mehr! 2. Die Symbolsprache der Applikationen so eindeutig wie möglich halten! 3. Gott mit hinein nehmen – dies versuche ich durch den goldenen Kreis umzusetzen. Die einzelnen Seiten sind 30×30 cm groß. Das ist eine Größe, die ein gutes Erkennen und eine gute Handhabung ermöglicht.

Eine Anleitungen für das Nähen eines Storybags findest u.a. hier:

Anmoderation

Mit den Kindern würde ich mit einer Wahrnehmungsübung beginnen: Das Herz fühlen,vielleicht auch ein Stethoskop mitbringen und hören lassen, Herztöne von einer App abspielen und mit den Kindern ins Gespräch kommen: „Ratet bitte mal, was das für ein Geräusch ist:…. Wir haben alle ein Herz- fühlt mal, wie es schlägt“ Ich würde dann auch die Kinder fragen, was sie noch alles vom Herzen wissen (Opas Herzschrittmacher bis hin zur Liebe- alles ist möglich!)

Wie du im Film sehen kannst, ist der Text der Geschichte einfach gehalten und das Krempeln der Erzähltasche erweckt eine Neugier.

Vorbereitung

Zur Vorbereitung gehört natürlich die vorbereitete Umgebung: Alle Kinder müssen sehen und erkennen können, was auf den Bildern zu sehen ist, am besten sitzen sie in einem Kreis.

Das Storybag muss im Vorfeld genäht werden. Alternativ kann die Geschichte mit Legematerial erzählt werden. Dann sind in der Vorbereitung Legematerialien zusammen zu stellen. In die Mitte habe ich ein Tuch gelegt, das den Untergrund für das Legematerial bildet.

Religionspädagogische Überlegungen

Die Jahreslosung scheint in diesem Jahr wie eine aktuelle Anweisung für diese Welt zu sein. Ich habe mich sofort angesprochen gefühlt und gleichzeitig fragte ich mich, wie Kinder diese ans Herz gelegt werden kann. Das Gespräch mit ihnen darüber, aber auch einen Ankerpunkt im Symbol zu finden, ist mir wichtig. Storybags haben einen Überraschungseffekt – das ist vom Material her zu sagen.
Kinder leben gefühlsbetont: sie spüren, dass in ihnen Dinge entstehen, die sie oftmals nicht benennen können: Wut, Liebe oder Traurigkeit zum Beispiel.
Die Geschichte unterstützt sie dabei, Gefühle wahrzunehmen und durch das Symbol Herz in sich hinein zuhören. Der ganze Körper ist dabei betroffen. Zugleich gibt es auch die physiologische (medizinische) Seite. Das ist mein Ausgangspunkt: Das Herz klopfen zu hören bzw. den Herzschlag zu spüren, vielleicht auch den Rhythmus klopfen zu lassen.
Und dann kommt das Herz als „Gefühlsfühler“ ins Spiel: Ich nehme das „Sehen mit dem Herzen“ als Bild. In den folgenden Seiten kann erkannt werden, wie das Herz reagiert: klein und ängstlich, hart, sich wieder weitend, sich freuend. Mit Liebe etwas tun, dann wird es besser gelingen- das ist die letzte Seite des Storybag und damit wird noch einmal die Jahreslosung benannt.
Im Anschluss kann ins Gespräch gekommen werden: Welches Herz der Geschichte hast du selbst schon erlebt? Wie schlug da dein Herz? Was tust du sehr gern und wie gelingt es dir? Bei größeren Kindern würde ich auch fragen: Hast du dich schon einmal überwinden müssen, etwas zu tun und wie war das? Wie ist es dir gelungen, das doch zu tun?“

Im Zusammenhang mit der Jahreslosung sollte nicht nur bei der Geschichte und beim Nachdenken geblieben werden bleiben, sondern es ist ebenso wichtig, mit den Kindern ins Tun zu kommen: Vielleicht auf dem Gelände der Einrichtung etwas für die Schöpfung tun. Zum Muttertag etwas basteln – in diesem Jahr in Verbindung mit der Jahreslosung.

Kinderfahrung

Der Bezug der Jahreslosung zu den Kindern ist eine Beobachtung: Das Versenken ins Spiel, der Flow, den Kinder oft haben oder die Liebe, mit der sie Dinge tun.
Gleichzeitig bietet die Jahreslosung Anlässe, Kindern zu zeigen, dass das Tun mit Liebe eine gute Kraft- und Energiequelle ist. Dazu gehört das sorgfältige Aufräumen, liebevolles Trösten oder die Achtung, mit der auf die Beendigung eines Streits zugegangen werden kann.

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