Weihnachtsgebäck als Wegweiser zur Krippe

Qualitätsmerkmale:

  Freiwilligkeit

Die Handlungsanregungen sind sprachlich eindeutig als freiwillig gekennzeichnet.

  Haltung

Der Einsatz des Materials fördert eine Haltung der Wertschätzung und des Respekts gegenüber anderen Menschen und der Welt.

  Ermutigung

Es wird erkennbar eine angstfreie Begegnungs- und Lernsituation angestrebt.

✅️ Anregen zum Fragen

Durch den Einsatz des Materials und die beschriebenen Aktivitäten werden Gelegenheiten und Freiräume eröffnet, (religiöse) Fragen zu formulieren und individuelle sowie geteilte Antwortversuche zu erproben.

✅️ Stärkung

Der Einsatz des Materials fördert eine individuelle Stärkung der Kinder.

  Selbstbildung

Die im Material beschriebenen Aktivitäten und Prozesse fördern das aktive Lernen bzw. eine aktive (Selbst-)Bildung.

  Vielfaltsbewusstsein

Der Einsatz des Materials fördert den Umgang mit unterschiedlichen Wertesystemen, Weltanschauungen oder Familienreligionen.

✅️ Religiöse und kulturelle Orientierung

Der Einsatz des Materials fördert eine Orientierung in der christlichen (Symbole, Zeiten, Feste, Lebenssituationen) Prägung der Kultur.

  Regionaler Bezug

In den Ausführungen wird ein Bezug zum (regionalen) Orientierungsplan/Bildungsplan hergestellt.

✅️ OER

Das Material erfüllt OER-Standards.

Kurzbeschreibung

Viele Advents- und Weihnachtsgebäcke haben eine symbolische Bedeutung, wie z.B. die Zimtsterne und der Spekulatius. Aus ihnen lässt sich eine Weihnachtskrippe bauen.

Aktion

Weihnachtskrippe aus Spekulatius und Zimtstern

Aus drei Spekulatius-Keksen und einem Zimtstern lässt sich eine Weihnachtskrippe bauen.

Maria, Josef und das Jesuskind können entweder selbst von den Kindern auf Papier gemalt oder von der Vorlage kopiert werden.

Vorgehensweise

Die Aktion lässt sich zeitlich am besten zwischen dem 6. Dezember (Nikolaus) und dem 24. Dezember (Heilig Abend / Weihnachten) verorten.

Aus drei Spekulatius-Keksen lässt sich eine Weihnachtskrippe bauen. Dazu das Gebäck mit einer Zuckerpaste (Puderzucker mit ganz wenig Wasser anrühren) verbinden. Auf das Dach kommt ein Zimtstern. Der Bau ist zunächst einmal ganz einfach, benötigt aber Fingerfertigkeit, eine ruhige Hand und etwas Geduld.

Die Zuckerpaste benötigt (je nach aufgetragener Dicke) mindestens 20 Minuten Trockenzeit.

Maria, Josef und das Jesuskind können entweder selbst von den Kindern auf Papier gemalt oder von der Vorlage (siehe Download) kopiert werden. Dabei auf die Größenverhältnisse von Personen und Stall achten. Beim Ausschneiden der Personengruppe eine Standfläche einplanen, die dann nach hinten umgeknickt und unter die Spekulatiusbasis des Stalles gelegt werden kann.

Vorbereitung

Eine gute Vorbereitung ist es, mit den Kindern bereits rund um den Nikolaustag (6. Dezember) Spekulatius zu essen und sie mit der symbolischen Bedeutung vertraut zu machen. Diese Inhalte können dann beim Krippenbau wieder aufgenommen und um den Zimtstern und seine Bedeutung erweitert werden.

Material für 1 Krippe:

  • 3 Spekulatius-Kekse und 1 Zimtstern
  • Zucker und Wasser, eine kleine Schale zum Mischen der Zuckerpaste
  • einen Backpinsel zum Auftragen der Zuckerpaste
  • Backpapier, um die Krippe darauf zu bauen und trocknen zu lassen
  • Papier, Schere und Stifte, ggf. kopierte Vorlage

Religionspäd. Überlegungen

„Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist.“ – Mit diesen Worten lädt der 34. Psalm ein, sich Gottes Liebe schmecken zu lassen.

Das lässt sich gerade in der Advents- und Weihnachtszeit wunderbar erleben, denn es gibt in der christlichen Tradition viele bestimmte Speisen, die auf Grund ihrer Bedeutung genau in diese Zeit passen. Das lässt sich z.B. gut an den Weihnachtsgebäcken zeigen, wie hier bei Spekulatius und Zimtstern. Mit ihrer symbolischen Bedeutung verankern sie sich zeitlich im Kirchenjahr, verweisen auf konkrete inhaltliche Aspekte der Advents- und Weihnachtszeit und geben ihrem Genuss damit eine Sinnhaftigkeit.

Die fertige Weihnachtskrippe kann in den Familien am Weihnachtsfest die biblische Weihnachtsgeschichte veranschaulichen. Außerdem kann der Stall natürlich aufgegessen werden und zeigt, dass (Gottes) Liebe auch durch den Magen gehen kann. Schmecket und sehet, wie freundlich Gott ist!

Kinderfahrung

Der Bau ist zunächst einmal ganz einfach, benötigt aber Fingerfertigkeit, eine ruhige Hand und etwas Geduld. So fördert er nicht nur die motorische Kompetenz der Kinder, sondern ist auch ein wunderbares Übungsfeld für Geduld, Frustrationstoleranz und Selbstwirksamkeit.

Quellennachweise

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