Was erkennst du?

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Qualitätsmerkmale:

✅️ Freiwilligkeit

Die Handlungsanregungen sind sprachlich eindeutig als freiwillig gekennzeichnet.

  Haltung

Der Einsatz des Materials fördert eine Haltung der Wertschätzung und des Respekts gegenüber anderen Menschen und der Welt.

  Ermutigung

Es wird erkennbar eine angstfreie Begegnungs- und Lernsituation angestrebt.

✅️ Anregen zum Fragen

Durch den Einsatz des Materials und die beschriebenen Aktivitäten werden Gelegenheiten und Freiräume eröffnet, (religiöse) Fragen zu formulieren und individuelle sowie geteilte Antwortversuche zu erproben.

  Stärkung

Der Einsatz des Materials fördert eine individuelle Stärkung der Kinder.

✅️ Selbstbildung

Die im Material beschriebenen Aktivitäten und Prozesse fördern das aktive Lernen bzw. eine aktive (Selbst-)Bildung.

  Vielfaltsbewusstsein

Der Einsatz des Materials fördert den Umgang mit unterschiedlichen Wertesystemen, Weltanschauungen oder Familienreligionen.

  Religiöse und kulturelle Orientierung

Der Einsatz des Materials fördert eine Orientierung in der christlichen (Symbole, Zeiten, Feste, Lebenssituationen) Prägung der Kultur.

  Regionaler Bezug

In den Ausführungen wird ein Bezug zum (regionalen) Orientierungsplan/Bildungsplan hergestellt.

✅️ OER

Das Material erfüllt OER-Standards.

Kurzbeschreibung

Es handelt sich ein Ratespiel, in dem Kinder lernen sollen, wo der Unterschied ist zwischen „sehen“ und „erkennen“.

Anleitung der Methode

Material:

  1. Ein Schuhkarton
  2. Ein Stoffbeutel
  3. Kleine Gegenstände, die man individuell auswählt und im Stoffbeutel aufbewahrt. Die Gegenstände müssen den Kindern bekannt sein, wie z.B. eine Kerze, ein Stift, eine Packung Taschentücher usw.

Spielanleitung:

1. Sinn des Spiels

Wie lernt man den Unterschied zwischen „sehen“ und „erkennen“?

Dies ist ein Ratespiel. Kleinen Kindern soll damit beigebracht werden, dass es einen Unterschied gibt zwischen sehen und erkennen. Wir Erwachsenen können z.B. sagen: „Wir können Gott zwar nicht sehen, aber seine Existenz erkennen.“

Das Spiel kann mit einem Kind oder mehreren Kindern gespielt werden. Es können sich auch zwei Gruppen bilden, die miteinander in den Wettstreit treten. Somit kann das Spiel im Kindergarten, innerhalb der Familie oder auch bei feierlichen Angelegenheiten gespielt werden.

b) Vorgehensweise

Man schneidet den Deckel des Schuhkartons in der Mitte zu einem quadratischen Fenster aus. Dann stellt man den Deckel aufrecht an die Seite des Kartons, so dass sich der Karton mit dem Stoffbeutel dahinter befindet.

Jemand übernimmt die Spielleitung. Nur die Spielleitung darf den Inhalt des Kartons kennen. Die Kinder setzen sich gegenüber und mit etwas Abstand (mindestens 2 Meter) hin.

Nun sehen die Kinder durch das Fenster.

Die Spielleitung nimmt dann einen Gegenstand aus dem Stoffbeutel und zieht diesen so schnell (!) am Fenster vorbei, dass es unmöglich ist, zu erkennen, was es sein könnte. Dann fragt sie: „Habt ihr etwas gesehen?“ Die Kinder rufen dann vermutlich „ja.“

Die Spielleitung fragt: „Und, habt ihr es erkannt?“

Vermutlich raten die Kinder etwas oder sagen „nein.“

Die Spielleitung sagt dann: „Ihr habt es gesehen, aber nicht erkannt.“

Dann wiederholt sie das Ganze, wobei sie den Gegenstand jedes Mal etwas langsamer am Fenster vorbeizieht, bis die Kinder immer deutlicher erkennen können, was für ein Gegenstand am Fenster vorbeigezogen ist.

Haben sie den Gegenstand erraten, wird das Ganze mit einem weiteren Gegenstand wiederholt, wobei jedesmal der Satz: „Ihr habt etwas gesehen, aber nicht erkannt.“ wiederholt wird, um den Wortschaftz der Kinder von „sehen“ auf „erkennen“ zu erweitern.

Anmoderation

Als erstes einen Schuhkarton besorgen. In den Deckel ein Fenster einschneiden. In den Karton einen Stoffbeutel mit Gegenständen legen (siehe „Material“ in der Spielanleitung). Kinder raten lassen, was am Fenster vorbeigeht (siehe Spielanleitung).

Rückblick

Das Spiel weckt Neugier bei Kindern. Sie raten gerne und haben große Freude daran, die Gegenstände zu erraten.

Religionspäd. Überlegungen

Kinder können noch nichts mit dem Begriff „Gotteserkenntnis“ anfangen. Sie nehmen die Welt mit ihren Sinnen wahr. Was aber ist Transzendenz? Mit dem Spiel wird die Sprache des Kindes gefördert, um dem Kind deutlich zu machen, dass es einen Unterschied gibt zwischen sehen und erkennen, so, wie es einen Unterschied gibt zwischen hören und verstehen.

Man könnte die Idee erweitern auf „hören und sehen“, indem man etwas sagt, was die Kinder zwar hören, aber nicht verstehen können. Dabei kann es sich um Kauderwelsch oder auch eine Fremdsprache handeln.

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